Symptome nach Plateauphase

SJ @, Samstag, 01. April 2017, 15:51 (vor 420 Tagen) @ Sonne74

Hallo Sonne

Bin zur Zeit in einer ähnlichen Situation. Habe gerade 3 Wochen REHA hinter mir und bin nun dank all den Therapien und Trainings eigentlich in einer guten allgemeinen Verfassung. Dies hilft mir zwar, meine Schwächen etwas zu kompensieren, so kann ich zum Beispiel mit den Krücken nun etwas aufrechter laufen, um ohne Krücken laufen zu können, reicht es denn noch nicht aus. Meine Schwächen sind knieabwärts beidseitig und umfassen insbesondere auch eine ausgesprochene Fussheberschwäche. Die Schwächen in meinen Füssen wie auch die Schmerzen und Missempfindungen haben sich im Verlaufe der Rehabilitation eher noch etwas verstärkt. So bin ich nun gestern von der Rehabilitation in die Neurologie zurückverlegt worden und bekomme nun nochmals Immunglobulin-Infusionen. Nach 3 Infusionen wird dann entschieden, ob unterstützend auch noch Cortison eingesetzt werden soll.

Auch bei mir konnte trotz umfangreicher Untersuchungen nicht genau festgestellt werden, welche Ausprägung von Polyneuropathie, GBS oder CIDP, ich den nun habe.

Die ersten Symptome haben sich anfangs Jahr in Form von Schlafstörungen aufgrund von krampfartigen Schmerzen und nächtlichem Bewegungsdrang bemerkbar gemacht. Zuerst haben wir an ein "Restless Leg Syndrom" gedacht. Ein Blutbild hat keine Mangelerscheinungen oder sonstige Auffälligkeiten gezeigt. Ein versuchsweise verabreichtes Medikament gegen das Restless Leg Syndrom hat zwar die typischen Nebenwirkungen, ansonsten aber keine Wirkung gezeigt. Dies im Unterschied zu herkömmlichen Schmerzmitteln auf Ibuprofen-Basis. Da ich einen leichten Bandscheibenvorfall habe, haben wir dann angenommen, dass dies von der Wirbelsäule her kommt.
Mitte Januar bin ich aufgrund einer vereisten Treppenstufe gestürzt und habe mir am Knöchel eine sogenannte "Weber B Fraktur" zugezogen. Dies wurde operativ fixiert und ich wurde mit einem Skischuh-ähnlichen Fixierschuh und Gehstöcken ausgerüstet. Während der verordneten 6-wöchigen Quasi-Ruhigstellung, haben sich die Missempfindungen in meinen Füssen auch tagsüber zunehmend unangenehm bemerkbar gemacht. Ein Neurologe hat dann den Verdacht auf eine Polyradikulitis / Polyneuropathie geäussert und mich zur weiteren Abklärung in eine stationäre Neurologie eingewiesen. Die umfangreichen Abklärungen haben dann den Verdacht erhärtet. Um die weitere Ausbreitung zu stoppen wurde ich umgehend mit einer 5-tägigen Infusionstherapie mit Immunglobulin behandelt. Danach bin ich in die Rehabilitation verlegt worden. Diese hat immerhin dazu gedient, mich vom Fixierschuh zu entwöhnen und die durch die Fraktur vernachlässigten Muskeln wieder aufzubauen. Aber wie gesagt, die durch die Polyneuropathie verursachten Schwächen und Schmerzen sind mir erhalten geblieben.

Nun hoffe ich also sehr, dass mich die erneute neurologische Behandlung weiterbringt. Ich werde auf jeden Fall wieder berichten.

Liebe Grüsse
SJ


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