GBS/CIDP durch Lösungsmittelvergiftung

Sly @, Donnerstag, 27. Juli 2017, 09:34 (vor 299 Tagen)

Hallo
ich bin seit Jan.2017 an CIDP erkrankt.
Hab jetzt mal eine Frage an Euch:
Ich war in einer Zahnarztpraxis als Verwaltungsangestellte tätig, bekam 2005 in mein Büro/Anmeldung einen Teppichboden. Ab 2006 bekam ich leichte Migräneanfälle, was sich steigerte - dann 2010 beim jährl. Checkup wurden erhöhte Leberwerte festgestellt.
Meine Recherchen ergaben, dass es mit dem Teppichboden zusammen hängen muss. Auch 4 weitere Angestellte, welche sich aber nur ab und zu in den "Teppichbodenbereichen" aufhielten hatten Probleme. Messung durch TÜV hat ergeben, dass die Raumluft mit Lösungsmitteln stark (10x so hohe Werte als erlaubt) belastet war. 2011 habe ich dann ins "homeoffice" gewechselt, meinen Kontakt mit meiner Arbeit auf ein Minimum reduziert und von da an ging es aufwärts - die Kopfschmerzen/Migräneattacken waren verschwunden, auch mein Allgemeinbefinden war wieder wie
Ich habe die Berufsgenossenschaft eingeschaltet, wollte dass es als Berufskrankheit angesehen wird, aber leider kein Erfolg. Die Messwerte der BG vielen geringer aus, waren im Normbereich. Nachdem es mir wieder super ging, habe ich es dann auch auf sich bewenden lassen. Mein Arbeitgeber ist umgezogen, ich habe ein neues Büro bekommen (nur mit Holz/Fliesen) und habe da von Jan.2014 bis zu meiner Erkrankung gearbeitet. Ich hatte schon immer den Gedanken (Lösungsmittelvergiftung) im Kopf, aber kein Arzt bestätigt einem das, nur ja - es kann schon sein.
Habe jetzt durch das Buch: So therapieren Sie Polyneuropathie -
ganzheitlich und effektiv - wieder einen Hinweis auf Lösungsmittel bekommen.
Hat wer von Euch diesbezügliche Erfahrungen gemacht?

GBS/CIDP durch Lösungsmittelvergiftung

Mila, Freitag, 23. März 2018, 15:50 (vor 59 Tagen) @ Sly

Hallo Sly,

mein Vater ist vor 4 Jahren an einer sehr schlimmen chronischen polyneuropathy erkrankt, er hat 40 Jahre als Werkstoffprüfer gearbeitet und war demnach täglich verschiedenen Lösemitteln ausgesetzt. Wir kämpfen immer noch, leider vergebens, darum seine Krankheit als Berufskrankheit anerkennen zu lassen. NUR WIE DU SELBST GEMERKT HAST, WILL(!!) ES KEIN ARZT AUCH NUR ANNÄHERND ZU 100% BESTÄTIGEN.

Wir als Familie sind natürlich nach wie vor der Meinung es kommt davon, da er weder einen Infekt noch irgendeine andere genannte Erkrankung hatte.

Das ist unsere Geschickte und Meinung zu Neurologischen Erkrankungen und Vergiftungen

Ich wünsche dir alles Gute und vor allem Gesundheit!

LG Mila

GBS/CIDP durch Lösungsmittelvergiftung

S, Freitag, 30. März 2018, 09:10 (vor 53 Tagen) @ Mila

Hallo Mila,
vielen Dank für Deine Zeilen. Das bestätigt wieder mal meine Meinung zum Thema: Annerkennung einer Berufskrankheit.
Eine ehemalige Kollegin von mir wurd auf ihrem Arbeitsweg von einem Autofahrer angefahren, lag lange im KH, alles echt schlimm, aber nach 3 Jahren ging es ihr wieder gut. Sie hat alles bezahlt bekommen, Wiedereingliederung am Arbeitsplatz, dazu einen Umzug, wegen Arbeitgeberwechsel, wird nach 8 Jahren immer noch betreut. Ist ja schön, dass sie das so hat und hatte, aber ich finde eben, dass die Wegeunfälle so großzügig behandelt werden, im Gegensatz dazu aber die Berufskrankheiten, welche man "nachweisen" muss so abgeschmettert werden und man einfach keine Chance hat das dann durchzubekommen.
Ich wünsche Eurer Familie viel Glück bei der Anerkennung als solche und Deinem Vater weiterhin gute Besserung.
Ich von meiner SEite aus kann sagen, dass es immer ein wenig besser wird. Das Schlagwort bei unserer Erkrankung ist "Geduld", auch wenn man das manchmal nicht mehr hören kann. Man lernt allerdings mit der Zeit, was einem hilft (an Therapien) und wie weit man sich belasten kann und muss.
Liebe Grüße
Sly
P:S

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