Besuch beim Gutachter

biker57, Donnerstag, 01. März 2018, 19:04 (vor 169 Tagen)

Hallo
Ich habe in 8 Tagen einen Termin zur Untersuchung
beim Arzt, wegen dem Antrag auf Rente. (Bin 60, seit Juni 2016 Krankgeschrieben)
Nun denn, (Würde Heinz Rühmann sagen) bin ich etwas beunruhigt, was mich
dort erwartet ?
Erneute Untersuchungen der Nerven, Muskeln, usw ?
Nur Gespräch, evtl erneut eine Reha Aufforderung ?
Hat jemand schon ein Gutachten hinter sich, kann mir sagen wie das ganze
abläuft ?

Besuch beim Gutachter

SurferM56, Montag, 05. März 2018, 08:05 (vor 166 Tagen) @ biker57

Hallo biker57,
ich war am letzten Mittwoch beim Medizinischen Dienst vom Arbeitsamt. Dabei ging es allerdings nicht um Rente, sondern um eine Einschätzung, wie ich weiterhin vermittelt werden kann.
Ich war auch verunsichert, denn ich konnte mir nicht vorstellen, "was die mit mir vorhaben" und hatte mich wieder auf "Stromschläge zwecks Reaktionsverhalten der Muskulatur" eingestellt.

Die untersuchende Ärztin wusste, um was es bei GBS ging - bei MFS musste sie leider passen. Das hat mich trotzdem deutlich beruhigt.
Ich habe ihr meine Beschwerden geschildert, Sie hat sehr genau nachgefragt, hat mich sehr genau beobachtet (Hemd aufknöpfen mit verknoteten Fingern, wackeliges "in die Hocke gehen"), hat meine Kraft in den Armen geprüft, indem sie die angewinkelten Arme gezogen und gedrückt hat.
Ihre Einschätzung hat sie ohne Instrument und Strom durchgeführt - angenehm.
Wir waren uns beide einig, dass ich weiterhin arbeitsfähig bin, aber nicht wie bisher: keine Leitern, primär sitzend, in einer sicheren Umgebung, nicht in der Kälte, nicht mit dem Auto.

So war es bei mir gelaufen.
Ich bin erst einmal zufrieden und das Arbeitsamt ist es anscheinend auch.

Ich wünsche dir bei deiner Untersuchung viel Erfolg, wenig Sorgen und gute Besserung.
Gruß,
Michael

Besuch beim Gutachter

biker57, Dienstag, 06. März 2018, 16:52 (vor 164 Tagen) @ SurferM56

Ich bin jetzt 60 Jahre.
Die AfA hat mir "Nahegelegt" den Antrag auf Verrentung zu stellen.
Ich bin jetzt 23 Monate Krankgeschrieben, und hätte Anspruch
auf 2 Jahre ALG 1. Bis Nov 2019. (Wäre dann ca 62 J)
Danach bis 63 J 10 Monate Hartz 4.

Aber wozu ALG bezahlen, da ich zu 99% eh nie mehr arbeiten werde.

Zudem sagte der Sachbearbeiter, wäre es unfair, mit 45 Beitragsjahren
(Habe ich im Sept. diesen Jahres)und 42 Jahren ohne Unterbrechung
im Job noch fast 2 Jahre in H4 zu rutschen.
Daher solle ich versuchen, in EU Rente zu kommen, und hätte dann
meine Ruhe.

Auch mich regt es auf, wenn man über 4 Jahrzehnte geschuftet hat,
und dann das Existensminimum erbetteln muss, während andere ohne
einen Finger krumm gemacht zu haben Anstandslos die selben Ansprüche
haben.
Es wird höchste Zeit, dass die Sozialhilfe dem alter und den
Arbeitsjahren angepasst wird.
Aber das ist ein anderes Thema.

Ich habe jetzt einen Grad der Behinderung von 40%

Ist der Arzt in der Lage, bzw berechtigt, die 10 fehlenden Prozent
zu genehmigen ?
Dient der Untersuchungstermin evtl den GdB festzulegen, oder muss ich
eine Neuberechnung erneut beantragen ?

Besuch beim Gutachter

Albert, Dienstag, 06. März 2018, 17:29 (vor 164 Tagen) @ biker57

Die Frage ist, vom wem ist der Gutachter bestellt?

Ich musste im Jahr 1999 mehrere Gutachter aufsuchen und danach klagen, weil man mich herabgestuft hat von GdB 50 auf GdB 30. Nach Widerspruch auf GdB 40. Das war mir zu wenig.

Das Gericht bestellte dann einen Gutachter, bei dem ich genau untersucht wurde und der mir auch zugehört hat.

Er stellte einen GdB von 50 fest und vermerkte den Fehler der Gutachter vor 3 Jahren mit der Begründung, dass ich damals einen GdB von 80 hätte haben müssen.

Klagen (die erste Instanz ist kostenfrei) macht schon mal Sinn, vor allen Dingen, wenn es um Rente geht. Und das ging es bei mir. Ich konnte mit 60 abschlagsfrei in Rente gehen.

VG
Albert

Besuch beim Gutachter

biker57, Mittwoch, 07. März 2018, 08:46 (vor 164 Tagen) @ Albert

Der Gutachter wurde von der Agentur für Arbeit bestellt.
Begründung: Nach über 18 Monate Krankgeschrieben sei
nicht zu erwarten, dass ich in naher Zukunft wieder
Fit für den Arbeitsmarkt werde.
Daher wäre es besser (Fürs Arbeitsamt) wenn eine vorzeitige
Rente bewilligt wird.
Klar, denn sonst müssten sie 24 Monate ALG1 zahlen, obwohl
ich Krank bin.

Die Frage ist halt: Wonach berechnet sich die EU Rente.

Bin gespannt was morgen abläuft.
Zumindest bekomme ich egal wie entschieden wird noch
bis Nov 2019 ALG 1.

Werde demnächst auch einen Termin bei der Rentenberatung machen.

Denn so viel ich weis, kann die U Rente Zeitlich begrenzt
empfangen werden.
Habe ich mit 63 J und 10 Mon. Anspruch auf meine Altersrente
bekomme ich vermutlich diese ohne Abzüge(?)

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