Folgeschäden und GDS

Julius, Donnerstag, 10. Mai 2018, 13:19 (vor 11 Tagen)

Hallo,

ich hatte bereits das zweite mal GBS nach einer Tetansimpfung. Nachdem man die Impfung das erste mal nicht im Verdacht hatte war es diesmal dann eindeutig und wurde auch bereits durch das Land als Impfschaden anerkannt.

Da es ein Impfschaden ist wurde auch ein Grad der Schädigungsfolgen festegelegt. Dieser beträgt aktuell 20.


Ich bin mir jetzt nicht sicher ob die 20 hier ausreichend sind und kann auch im internet nicht wirklich etwas dazu finden.

Da ich schon vor 12 jahren GBS hatte tu ich mich aktuell auch etwas schwer zu sagen welche Schäden tatächlich von der Krankheit sind, da man sich mit den Jahren an viele Sachen gewöhnt. Mich würde interessieren ob Ihr Erfahrung mit den Folgeschäden von GBS habt und mir hier einige Tipps geben könnt worauf ich achten muss.

Z.b. habe ich jetzt von Müdigkeit, Konzenztratzionsschwäche und solchen Dingen gelesen.


Schäden die ich mit Sicherheit erst seit der letzten Erkrankung habe sind:

- starkes schwitzen
- schlechtes Temperaturgefühl in den Füßen/Beinen
- Schmerzempfinden in den Füssen/Beinen gestört
- Schmerzen in den Füssen wenn ich länger sitze - füjlt sich an als würden sie sich mit Blut füllen
- längeres stehen sehr anstrengend
- Fussheberschwäche - dadurch unsauberer Gang
- Muskeln und Gewichtsverlust - welche sich auch nicht mehr so einfach aufbauen lassen
- Kreislaufprobleme beim aufstehen
- Krämpfe in den Waden - oftmals

Es waren bei mir hauptsächlich die Beine/Füsse die betroffen waren - bis hoch zu Hüfte. Die Arme waren in der akuten Zeit auch betroffen, aber die haben sich besser erholt. Die Füsse sind aktuell noch starke betroffen und nachdem des jetzt schon 2 Jahre her ist wird sich da auch nicht mehr viel bessern.

Kennt vllt jmd einen Gutachter der sich mit GBS gut auskennt und mir weiterhelfen kann?

Besten Dank vorab.

Gruß Julius

Folgeschäden und GDS

Albert, Donnerstag, 10. Mai 2018, 14:52 (vor 11 Tagen) @ Julius

Gutachter gibt es je nach Bundesland bei den Versorgungsämtern, wenn man Widerspruch einlegt.

Entscheidend für den Grad der Behinderung sind:

1. Was konnte ich vor der Erkrankung?
2. Was kann ich nicht mehr.

Bei der Deutschen Polyneuropathie Selbsthilfe e.V. gibt es eine Broschüre:


"Restdefizite nach Guillain-Barré Syndrom".

Einfach auf die WEB Seite
www.selbsthilfe-pnp.de gehen und die Broschüre anfordern.

VG
Albert

Folgeschäden und GDS

biker57, Sonntag, 13. Mai 2018, 09:11 (vor 9 Tagen) @ Julius
bearbeitet von biker57, Sonntag, 13. Mai 2018, 09:16

Bei mir ist es jetzt 2 Jahre her, dass ich am MFS erkrankte.
Restfolgen sind noch leicht spürbar.
Ca 20 - 30% (Gefühlt) weniger Kraft und Kraftausdauer)

Möglich ist, (Da ich seit 40 Jahren ständig Sport treibe)
ich mir dadurch, dass ich ständig am Leistungslimit kratze,
(Fahre viel MTB, und mache leichtes Krafttraining) mir jetzt
einen Herzschaden eingehandelt (oder antrainiert) habe.
Ein direkter zusammenhang zu GBS und MFS gibt es anscheinend nicht.

Daher stehen noch Untersuchungen beim Kardiologen aus.
Ich trainiere daher was Puls betrifft mit "Angezogener Handbremse".

"JEDER" Neurologe und in Reha sagte: Sport unbedingt, aber so, dass
man hinterher nicht kaputt oder erschöpft ist.

Ich fahre jetzt nur noch E MTB, (Puls max 120) und sehe das ganze
weniger sportlich orientiert, sondern um in der Natur die Landschaftlichen
Highlights zu erkunden.

Verlorene Kraft und Fitness wieder "Antrainieren" solltest Du unbedingt
vermeiden.
Sonst hast Du unter Umständen die eine oder andere "Neue Baustelle"
an neuen Erkrankungen.

Gutachter kannst Du meiner Meinung nach vergessen.
Ich habe 40% GDB und bekomme die fehlenden 10% jetzt vermutlich durch die
Herzinsuffizienz die man vor 3 Wochen durch Zufall entdeckte.

Ich denke der beste Weg, um mehr % zu erreichen ist: ständiges Krankschreiben.

Ich bin seit Juni 2016 durchgehend krankgeschrieben.
Daher "KÖNNTE" es der Fall sein, dass ich ohne Gutachter gleich 40% GDB
bekommen habe.

Folgeschäden und GDS

Julius, Dienstag, 15. Mai 2018, 08:46 (vor 7 Tagen) @ biker57

Hallo,

Krankschreiben ist nicht die Lösung. Ich habe erst angefangen zu arbeiten.

Das mit der körperlichen Anstrengung höre ich zum ersten Mal. Während der akuten Phase hat man mir dass auch gesagt, aber jetzt soll ich auch nicht volll belasten? Hast du dazu mehr Informationen oder ist dass nur deine eigene Einschätzung?

Gruß Julius

Folgeschäden und GDS

holger-w, Dienstag, 15. Mai 2018, 10:20 (vor 6 Tagen) @ Julius

Ich denke man sollte es nicht pauschalisieren und jeder sollte für sich seinen Weg finden, aber auch bei mir war zu viel Belastung immer in sofern negativ, dass es mich für einige Wochen zurückwarf.

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