GBS schwerer Verlauf

Anke @, Samstag, 16. Mai 2020, 21:43 (vor 48 Tagen) @ Brigitte

Hallo Anke,
ich kann verstehn wie es dir und deiner Mutter geht. Mein Mann hat auch seit Dezember 2019 das Guillain-Barre Syndrom. Er ist mit einer starken Schwäche im Krankenhaus aufgenommen worden und die Diagnose wurde innerhalb von einem halben Tag gestellt. Er wurde 5 Tage mit Immunglobinen behandelt. Ab dem 2. Tag konnte er sich gar nicht mehr bewegen und das Fortschreiten der Krankheit hörte kurz vor der Lunge am 4. Tag auf.
Nach leichter Besserung und nachdem er schon im Bett sitzen konnte bekam er einen Lungeninfarkt weil diese Immunglobine das Blut verdicken wurde uns gesagt.
Danach wurde er in ein anderes Krankenhaus verlegt zur Frühreha. Leider ist in Österreich der Aufenthalt in jedem Krankenhaus oder Reha auf Zeit beschränkt. Er war dann noch in einem anderen neurologischen Krankenhaus zu Frühreha. Zur Zeit ist er in einer Rehaanstalt.
Er fährt mit dem Rollstuhl und kann mit einem Rutschbrett allein aus dem Bett und mit etwas Hilfe kann er aufstehen. In den Händen hat er fast noch keine Kraft. Auf Grund von Covid 19 sind überall keine Besuche erlaubt und die Therapien auch etwas eingeschränkt.
Er hat jetzt noch 2 bis 3 Wochen Reha und wir wünschen uns, dass er zumindest allein aufstehen kann und vielleicht ein paar Schritte mit einem Rollmobil gehen kann.
Wie es dann zu Hause weitergeht wissen wir noch nicht, wir haben vorm Haus 7 Stufen.
Nachdem viele sagen dass die Krankheit heilbar ist und auch immer wieder kleine Besserungen merkbar sind können wir nur hoffen dass auch bei uns alles gut wird.
An manchen Tagen bin ich sehr verzweifelt und voller Angst vor der Zukunft darum kann ich euch gut verstehn.
Liebe Grüße
Brigitte

Hallo Anke,
ich kann verstehn wie es dir und deiner Mutter geht. Mein Mann hat auch seit Dezember 2019 das Guillain-Barre Syndrom. Er ist mit einer starken Schwäche im Krankenhaus aufgenommen worden und die Diagnose wurde innerhalb von einem halben Tag gestellt. Er wurde 5 Tage mit Immunglobinen behandelt. Ab dem 2. Tag konnte er sich gar nicht mehr bewegen und das Fortschreiten der Krankheit hörte kurz vor der Lunge am 4. Tag auf.
Nach leichter Besserung und nachdem er schon im Bett sitzen konnte bekam er einen Lungeninfarkt weil diese Immunglobine das Blut verdicken wurde uns gesagt.
Danach wurde er in ein anderes Krankenhaus verlegt zur Frühreha. Leider ist in Österreich der Aufenthalt in jedem Krankenhaus oder Reha auf Zeit beschränkt. Er war dann noch in einem anderen neurologischen Krankenhaus zu Frühreha. Zur Zeit ist er in einer Rehaanstalt.
Er fährt mit dem Rollstuhl und kann mit einem Rutschbrett allein aus dem Bett und mit etwas Hilfe kann er aufstehen. In den Händen hat er fast noch keine Kraft. Auf Grund von Covid 19 sind überall keine Besuche erlaubt und die Therapien auch etwas eingeschränkt.
Er hat jetzt noch 2 bis 3 Wochen Reha und wir wünschen uns, dass er zumindest allein aufstehen kann und vielleicht ein paar Schritte mit einem Rollmobil gehen kann.
Wie es dann zu Hause weitergeht wissen wir noch nicht, wir haben vorm Haus 7 Stufen.
Nachdem viele sagen dass die Krankheit heilbar ist und auch immer wieder kleine Besserungen merkbar sind können wir nur hoffen dass auch bei uns alles gut wird.
An manchen Tagen bin ich sehr verzweifelt und voller Angst vor der Zukunft darum kann ich euch gut verstehn.
Liebe Grüße
Brigitte

Liebe Brigitte,

vielen Dank für Deine Nachricht und Mitgefühl.
Es ist schon traurig, wie schnell sich das Leben doch verändern kann.
Die Freude und Zuversicht wechselt sich sehr oft in Angst, weil niemand sagen kann, wie es weitergeht und was als nächstes passiert.
Aufgrund dessen, dass es doch sehr viele geschafft haben diese Krankheit zu überstehen, hoffen auch wir, dass unser Vater an diesem Glück teilhaben darf.Für Deinen Mann und allen anderen Betroffenen wünsche ich mir das auch von ganzem Herzen.
Es ist schön zu lesen, dass Dein Mann Fortschritte macht und das wird auch hoffentlich so weiter gehen.
Ist bei Euch in Österreich immer noch Besuchsverbot? Meinen Mutter darf seid Montag wieder für eine Stunde pro Tag zu Ihm. Leider ist die Reha so ungünstig gelegen, dass es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fast unmöglich ist ihn zu besuchen. Im Moment sind zum Glück Freunde und Verwandte für Sie da und fahren Sie regelmässig hin.
In Deutschland sind die Aufenthalte auch immer begrenzt. Meine Mutter musste auch schon sicherheitshalber ein Pflegeheimplatz für ihn suchen. Man meinte, dass wenn er keine Fortschritte mehr macht, muss er dort untergebracht werden. Dass wäre bei uns dann Ende Juni/Mitte Juli, einen genauen Termin haben wir noch nicht bekommen. Aber wir hoffen stark, dass es nicht soweit kommt.
Ich Drücke Deinem Mann ganz fest alle Daumen, dass er in den 2-3 Wochen sein Ziel erreichen wird.
Wenn du magst, können wir gerne in Kontakt bleiben? Ich würde mich sehr freuen.

Lieber Gruss
Anke


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum