Erfahrungen mit INUSpherese'?

Klaus., Sonntag, 21. März 2021, 22:52 (vor 259 Tagen) @ Sabin225

Hallo Sabin,

danke für diesen Beitrag. Ich hätte in 2 Wochen selber einen aufgemacht.
Also: ja, ich mache gerade INUSPheresen.
Und diese Methode hat mich vor übelsten Folgen einer weiteren unerkannten Neuropathie bewahrt.

Nachdem ich die Ursachen meines GBS kennen wollte, bin ich selber auf INUS zugegangen und habe im Fragebogen meine Vorgeschichte geschildert.
Die INUSPherese ist eine Art Immunadsorption mit besseren Filtern (Doppelfilter mit mehr Filtrierfeinheit). Aber das Beste ist, dass der Arzt zusammenhängend denkt und die Chemie der Botenstoffe im menschlichen Körper sehr gut deuten kann.
Es wird das Filtrat (das ausgefilterte Plasma) begutachtet.
Dr. Straube (INUS Cham) hat gleich einen hohen Anteil an Entzündungsmarkern erkannt. Außerdem hat er unter dem Mikroskop Borrelien in der zystoiden Form gefunden. Ich hatte wohl eine Borreliose kurz vor Ausbruch von GBS.

Und jetzt wird es für die Neurologie in Großhadern peinlich: ich hatte bei der Notaufnahme mit GBS deutlich auf den schlecht verheilten Insektenbiss hingewiesen. Das sei nichts, sagte man mir nach einer oberflächlichen Prüfung, und gab mir gegen das GBS Immunglobuline. Mein Zustand verschlechterte sich, trotzdem schickte man mich nach Hause. Danach kam ich nach Ichenhausen, wo ich mit der Immunadsorption wider hergestellt wurde, aber keine Ursache für mein GBS genannt werden konnte.

Zurück zur INUSPherese:

Bei der INUSPherese in Cham hat Dr. Straube gleich geahnt, welche Werte es zu untersuchen gibt. Er fand wie schon erwähnt die bereits verkapselten Borrelien.
Meine zuerst gefilterten Partikel und Serum wurden an 3 Institute geschickt.

Nach der ersten Blutwäsche erfolgte 2 Tage später eine zweite. Das Ergebnis: fast keine Entzündungsmarker mehr. Hat also funktioniert.

Einen Monat nach diesen beiden INUSPheresen bekam ich die Ergebnisse, die von Dr. Straube zu einem Gesamtbild zusammengeführt wurden:
-die Entzündungsmarker waren tatsächlich sehr hoch, ein erneuter Rückfall zu GBS hätte kommen können
-es wurde der Beginn von CFS (chronisches Erschöpfungssyndrom) oder auch myalgische Enzephalomyelitis zusätzlich diagnostiziert, obwohl ich nur sehr schwache Symptome habe. Es wäre schlimm geworden, ohne INUSPherese.

https://www.mecfs.de/was-ist-me-cfs/

-ich bekam einen Hinweis, dass in meinem Körper ein Entzündungsherd -vermutlich im Kiefer eine Kiefernekrose (totes Knochengewebe, fettig umgeben = NICO genannt)passiert
-mir kann geholfen werden:
-Entfernen der Entzündungsherde
-weitere INUSPheresen, um weitere Entzündungsmarker zu entfernen
-Ausleiten der Krankmacher durch Nahrungsergänzungsmittel

Die Krankenkasse (privat) hat die Kostenübernahme abgelehnt, weil aus deren Sicht GBS "ausgeheilt" sei. Nun gut, schließlich habe ich eine neue Krankheit, da kann die INUSPherese bei der Genesung helfen.

Übrigens:
-auch in Ichenhausen hatte man damals bei meiner GBS die Borrelien übersehen
-auch in Ichenhausen, wo GBS mit den groben Filtern der Immunadsorption eingedämmt wurde, sind dem Chefarzt die Möglichkeiten der INUSPherese unbekannt
-meine örtliche Neurologin kennt diese Methode überhaupt nicht. Obwohl sie schon mindestens 15 Jahre eine anerkannte Kassenleistung ist und so ein riesiges Potential hat.


Ich werde weiterhin INUSPheresen machen müssen, und den Kiefer sanieren lassen. Da sind laut meinem Kieferchirurgen tatsächlich Entzündungsherde zu erahnen. Näheres werden 3D-Röntgenaufnahmen und Knochendichtemessungen mit Ultraschall ergeben.

Wie gesagt: ohne INUSPherese und der ganzheitlichen Betrachtung des Filtrats und der übrigen "Säfte" wäre ich in eine Katastrophe geschlittert.

Gruß
Klaus.


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